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Dass die Sonnenfleckentätigkeit einen gewissen Einfluss auf die irdische Atmosphäre hat, wissen heute die Fachleute. Als erster hat die Sonnenflecken im Jahre 1610  G.Galilei entdeckt.

Durch jahrelange Beobachtung konnte ein relativ regelmässiger Zyklus zwischen Maximum und Minimum dieser Tätigkeit festgestellt werden. Der durchschnittliche Zeitraum dürfte bei etwa 11,5 Jahren liegen, kann aber auch um einige Jahre abweichen. (Dauer zwischen 7 und 17 Jahre). 


Rechts eine Sonnenprotuberanz.           
Was ist eine Protuberanz? Protuberanzen sind heisse, angeregte Wasserstoffgaswolken oberhalb der Sonnenoberfläche, die im roten Licht der Ha-Emissionslinie leuchten. Ohne technische Hilsmittel sind sie nur bei Sonnenfinsternissen zu sehen. Die hier gezeigte Aufnahme wurde mit meinem selbst gebauten Protuberanzenfernrohr aufgenommen.
Höhe dieser Protuberanz: ca. 58`000 km

                  S O N N E N F L E C K E N
Diese Wirkungen lassen sich in erster Linie am Erdmagnetismus und an der Luftelektrizität ablesen.Störungen auf der Sonnenoberfläche zeigen sich in magnetischen Gewittern, Schwankungen der Magnetnadel, Wechsel der Polarlichter und Störungen im Funkverkehr. Die Wirkungen der Sonnenflecken auf das Wetter lassen sich beispielsweise an uralten Bäumen, anhand der Jahrringe nachweisen, (etwa bei Mammutbäumen in Kalifornien, deren Alter auf rund 3`500 Jahre berechnet wurde). Auch Wasserstandschwankungen grosser Binnenseen (z.B. der 6`800 Quadrat-kilometer grosse Viktoriasee in Afrika) geben deutliche Hinweise auf Sonnenfleckentätigkeit.
Wie wir wissen, ist die Sonne eine riesige, heisse Gaskugel mit einem Durch-
messer von mehr als hundert Erdkugeln. An ihrer Oberfläche hat sie eine Temperatur von etwa 5600 Grad Celsius.Zum Mittelpunkt hin steigt sie gewaltig an und wird in der Sonnenmitte auf etwa 15 Millionen Grad Celsius
geschätzt. Das Innere der Sonne gleicht einem unvorstellbaren Atomofen, in dem ständig Wasserstoff in Helium umgewandelt wird. Bei diesem Prozess werden gewaltige Energiemengen freigesetzt, die auf der Erde als Licht und Wärme wahrgenommen werden. Die Entfernung zwischen Sonne und Erde beträgt im Mittel etwa 150 Millionen Kilometer.Wenn die Sonne der Erde am nächsten ist, ist sie etwa 147 Millionen Kilometer entfernt. Der Entfernungsunterschied von etwa drei Millionen Kilometer macht sich in der wechselnder Anziehungskraft bemerkbar und erfolgt in etwa einjährigem Zyklus. So stellt sich die Erdnähe der Sonne Anfang Januar, die grösste Erdferne in den ersten Tagen des Juli ein. Die Sonne ist aber keineswegs eine Gaskugel mit relativ gleichmässiger Oberfläche. Vielmehr lassen sich Unregelmässigkeiten unvorstellbaren Dimensionen auf der Sonnenoberfläche ausmachen, die sich auf die Gleichmässigkeit der Wärmestrahlung auswirken. Zu den unregelmässigen Erscheinungen auf der Sonne zählen vor allem Sonnenwinde, Sonnenfackeln und Sonnenflecken.
Sonnenflecken haben dabei vermutlich den grösseren Einfluss auf das Wettergeschehen der Erde. Sonnenflecken sind Ausbrüche heisser Gase, diese lassen sich mit einem Protuberanzen-Fernrohr am Sonnenrand und auf der Sonnenscheibe beobachten. Bei den Sonnenflecken handelt es sich wahrscheinlich um gewaltige Wirbeltrichter und Löcher auf der sonnenober- fläche. Sie senden weniger Licht und Wärme aus und produzieren andere Strahlungsarten (Sonnenwinde), als sie auf der Erde nachweisbar sind.
Vor allem in der Nähe des Sonnenäquators sind Sonnenflecken häufig zu erkennen, wodurch man auch die Sonnenrotation leichter beobachten kann. Manche Sonnenflecken lassen sich bis zu 13,5 Tage auf der für uns sichtbaren Sonnenvorderseite beobachten. Die Intensität und Häufigkeit der Sonnenfleckentätigkeit ist unterschiedlich. Es gibt Jahre mit vielen und grossen Sonnenflecken , dann gibt es Jahre mit geringerer Sonnenfleckentätigkeit. 
  Fleckenzyklus  1995 bis 2006

   
 
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